Oliver Hartmann (* 1962) beginnt als 11-jähriger Autodidakt mit kompositorischen Miniaturen und sammelt in jungen Jahren als Jazz-Solist wertvolle Erfahrungen in Improvisation und Dynamik. Frühzeitig erlernt er den Umgang mit moderner Studiotechnik und veröffentlicht schließlich als 16-Jähriger die erste LP.
Der Komponist, Sounddesigner und Tontechniker produziert im Laufe der Zeit noch mehrere stilistisch vielfältige Tonträger. In langjähriger Kooperation mit dem Künstler Frank Suchland werden zwischen den Jahren 1989 bis 1998 fünf gemeinsame Schallplatten und CDs herausgebracht und zahlreiche Live-Konzerte realisiert. Einladungen zu Rundfunk- und Fernsehsendungen (ARD, NDR, BR, SWF, Radio ffn, etc.) und zum Ernst-Bader-Chansonabend, die Verleihung des Förderpreises für junge Liedermacher (im Rahmen eines bundesweiten Wettbewerbs durch den Bayerischen Rundfunk) und nicht zuletzt ein Beitrag des NDR-Fernsehens über das Rezitationsprogramm »Gespenstergeschichten«, für das Oliver Hartmann atmosphärische Klangcollagen erschafft, zeichnen die engagierte Arbeit des Künstlerteams wohlwollend aus.Darüberhinaus erscheinen 4 weitere CDs (1993 bis 2001) aus unterschiedlichen Bandprojekten und Instrumentalmusiken.
Seit 1987 setzt sich Oliver Hartmann mit computerunterstützter Komposition auseinander. Er schreibt verschiedene Bühnen- und Filmmusiken, darunter Neukompositionen zu den Schweizer Erstaufführungen »Lenz« von Georg Büchner und »Alpenglühen« von Peter Turrini (jeweils für das St. Galler Stadttheater in der Regie von Mirco Vogelsang inszeniert). Überdies entstehen Musiken für Kinder- und Jugendbühnenstücke wie »Ronja Räubertochter« von Astrid Lindgren (für das Theater der Landeshauptstadt Magdeburg in der Regie von Generalintendant Max K. Hoffmann) und »A Bloody English Garden« von Nick Fisher (1994 für das Stadttheater Zeitz in der Regie von Martin Lieb). Für die beiden Kurzfilme »Barrl Mayads Tina« (2000, Animationsfilm) und »Eulenkind« (2001, Kurzfilm) von Stephan Pusch sowie den Fernsehfilm »Das Puzzlespiel« (2000) der Nachwuchsregisseurin Henrike Wöbking komponiert Oliver Hartmann die musikalischen Kulissen.
In 2000 honoriert das Musikerfachmagazin Keyboards bei einem bundesweiten Wettbewerb dessen musikalischen Beitrag als beste Industriefilmmusik.
Im Auftrag des amerikanischen Unternehmens Eastwest – einem Anbieter von Soundbibliotheken für Musiker – erstellt der leidenschaftliche Klangtüftler 1999 eine spezielle Sampling-CD für den Weltmarkt.
Nach mehrmonatiger Produktionsphase erscheint im Oktober 2002 die Hörbuch-CD »12«, für die der Komponist aufwändige musikalische Illustrationen zu ausgewählten Balladen der Klassik und Romantik komponiert. Nicht zuletzt realisiert Hartmann Anfang 2003 für den Kurzfilm »Ich vs. mich« des Berliner Jungfilmers Patryk Witt neben einer düster morbiden Filmmusik zusätzlich das komplette Audiodesign.
Daneben entstehen auch weitere Kompositionen für Kurzfilmproduktionen in den Genres Drama, Thriller und Action: »No Way« (2003, Actionkurzfilm + Making of, Hakan Haslaman), »Engel« (2003, Drama, Sara Heger), »Hallo?« (2004, Mystery Thriller, Patryk Witt), »WAM Filmnacht« (2005, Trailer für WAM-Kurzfilmfestival Dortmund, Saschko Frey), »P.O.V« (2006, Episodenspielfilm; Johannes Ebert).
Im Jahre 2003 wird der »ContraPunkt Hörbuchverlag« gemeinsam mit Frank Suchland gegründet. Es folgen in den Jahren 2003 bis 2006 ähnlich umfangreiche Hörbuchproduktionen mit Hintergrundmusiken und Sounddesign für Lyrik und Prosa: »Du aber bist der Hafen« (2003), »Mein Herz ist voller Weh und Sehnen« (2004), »Das Haus mit den hundert Türen« (2005), »13 – Balladen der Romantik & Moderne« (2006). Die Verlagskooperation endet 2009.
Die inzwischen erfolgreiche Kinderhörspielreihe »Die Schaumburger Spürnasen« aus der Feder von Sven Torben Schmidt wird im Jahre 2006 in der und speziell für die Region Schaumburg im Eigenvertrieb veröffentlicht. Es folgen jährliche Fortsetzungen, für die Oliver die maßgeblichen Produktionsschwerpunkte der Sprachaufnahmen, des Dialogschnitts, der Geräuschaufnahmen und des Sounddesigns ausführt. Nebenbei spricht er selbst eine Nebenrolle, führt Regie und erstellt das Artwork für das symphatische Heimatprojekt. Natürlich fließen auch musikalische Werke aus der eigenen Feder in die Hörspiele ein.
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